Dieses Werk ist aus einem bestimmten Grund etwas Besonderes, da ich es nie zu Ende bringen werde. Genau wie die Leidensgeschichte der Menschheit und ihrer angeborenen Gier wird dieser Appell an die bessere Hälfte zu einem stetigen, nicht enden wollenden Hilferuf an jeden, der bereit ist, zuzuhören.
Es ist aber doch so schön, zu leben
Zu atmen, zu fühlen, vor Wut zu erbeben
Zu trauern, zu weinen, laut loszulachen
All die Dinge tun, die Menschen ausmachen
Doch du weinst zuviel, bist zu deprimiert
Bist wegen jeder Kleinigkeit gleich völlig pikiert
Läufst jeden Tag rum, als wär jemand gestorben
Denn Dekadenz und Gier haben dein Herz verdorben
All die schönen Dinge, die dir im Leben begegnen
Freundschaft, Liebe, Erfolg, von allem lässt du dich segnen
Doch nichts nimmst du ernst, willst im Prinzip nur Geld
Wie ein Hamster hortest du alles, und verachtest die Welt
Dafür, dass sie schön ist, und du es nicht siehst
Oder sehen kannst, wenn du allein umherziehst
Auf der Suche nach wem, den zu abzocken kannst
Denn nur so fütterst du Auto, Frau, Konto und Wanst
Du suchst deine Zuflucht in der Religion
Oder in einer wissenschaftlichen Institution
In der Natur, im Ausland, in der Perversion
Oder auf andere Arten, du kennst das ja schon
Doch irgendwie fühlst du dich nirgends zuhaus'
Scheinst etwas zu suchen, kreist und kommst nicht raus
Vielleicht fehlt dir einfach die nöt'ge Geduld
Doch das ist, außer deiner, sonst niemandes Schuld
Ein wenig mehr Zähneblecken täte dir gut
Versuchs mal mit Lächeln, na los, trau dich, nur Mut
Denn einsam und bitter stirbt, wer sich verliert
Und ausschliesslich auf seine Reichtümer stiert
Vielleicht merkst du, zwar nicht gleich beim ersten Versuch
Wie sehr du doch falsch liegst
Und brichst diesen Fluch
Der dir die simpelsten Freuden nimmt
Und für Reichtum so manches Lügennetz spinnt
Versuch, zu begreifen, wie sehr du dir schadest
Wenn du irgendwann deine eigenen Fehler ausbadest
Dann kannst du mit Geld werfen, wie du meinst
Doch glaub nicht, dass du dadurch sympathisch erscheinst...